Heimatgeschichtsverein   Rechenberg-Bienenmühle e.V. Diese Webseite wurde erarbeitet von  - Projektmanagement Lohse  -  HLohse4@gmx.de
Die Wehranlagen von Rechenberg
Die   Rechenberger   Feste   wurde   in   der   ersten   Hälfte   des   13.Jh.   zur   Steinburg ausgebaut    und    beschränkte    sich    auf    den    vorderen    Felskern    (Ruine). Offenbar   hatte   man   den   Landausbau   größer   angedacht,   als   es   die   realen Möglichkeiten damals zuließen.   Daraus    ergab    sich    die    Verkleinerung    der    Burg:    ein    Turm        und    ein bescheidener Palais, mehr Gebäude fanden auf dem Felsen keinen Platz. Wie üblich bei allen mittelalterlichen Burgen war der Hauptturm (12m   hoch)   aus   Verteidigungsgründen   nur   über   eine   transportable   Leiter erreichbar.   Die   heute   noch   sichtbaren   zwei,   ehemals   drei   gemauerten   Bögen waren keine Eingänge sondern Stützbögen. Sie verliehen der ca. 18 m hoch aufragenden Turmmauer die notwendige Sicherheit. Der   ursprüngliche   Zweck   der   Burg   bestand   darin,   das   Herrschaftsgebiet   der böhmischen   Riesenburger   gegenüber   den   wettinischen   Herrschern   auf   der Burg   Frauenstein   zu   sichern,   den   Weg   von   der   Riesenburg   in   sächsische Gebiete   zu   kontrollieren,   mögliche   Feinde   abzuwehren,   Gefangene   sicher zu verwahren und der Bevölkerung Schutz zu bieten. Zu Kämpfen um die kleine Feste ist es nie gekommen. 1586   brannte   die   Burg   in   Folge   von   unachtsamem   Umgang   mit   Licht   ab. Seitdem ist sie zur Ruine verfallen. Die    Burg    versah    über    350    Jahre    ihren    Dienst    auf    dem    30m    hohen Granitporphyrfelsen. Davon etwa   180Jahre   mit   dem   Rittergut   zusammen. 235   Jahre   wachte   sie   noch   als   Ruine   über   dem   Muldental. Seit 189 Jahre ist der Burgfelsen mit den Mauerresten so zu sehen.
Bei der Rechenberger Wehranlage "Schanze" handelt es sich um die Reste einer mittelalterlichen Wehranlagen.  Das Areal wurde 1969 zum Bodendenkmal erklärt und steht seither unter staatlichem Schutz. "Die Wehranlage entstand im Zuge der Kolonisation des Erzgebirges wahrscheinlich als dreikernige Anlage. Beim späteren Ausbau in Stein wurde das Burgareal verkleinert. Die Wehranlage der Siedlerzeit um 1200 muss man sich als großräumige Holzburg vorstellen." (Prof. Billig)
In den Mittelpunkt der Wirtschaftlichkeit des Rittergutes Rechenberg trat nun das "niedere Schloss", also das Herrenhaus.